dr. karsten schulz


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Digitalcash

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Inhalt / Problemstellung

Mit der zunehmenden kommerziellen Nutzung des Internets für wirtschaftliche Transaktionen zeichnet sich eine weitreichende Veränderung der Handelsbeziehungen für nahezu alle Wirtschaftsbereiche ab. Davon ist auch das Geldwesen betroffen, da für die veränderten Geschäftsbeziehungen adäquate elektronische Zahlungsmittel entwickelt und eingesetzt werden. Gleichzeitig sind effiziente Zahlungssysteme eine zentrale Erfolgsbedingung für den Handel über das Internet.

Wie viele andere Innovationen im Zahlungsverkehr zuvor, hat die Einführung dieser neuen elektronischen Zahlungsmittel, insbesondere des digitalen Geldes, zu Spekulationen über die Verdrängung des Notengeldes und zum Übergang zu einer (bar)geldlosen Gesellschaft geführt. Ziel dieser Arbeit ist es, die Erfolgsbedingungen und Konsequenzen einer zunehmenden Verbreitung des digitalen Geldes zu beleuchten und die Gestalt einer Geldordnung, in der digitales Geld das Bargeld verdrängt und das Notenausgabemonopol nationaler Zentralbanken aushöhlt, zu skizzieren. Dabei kommt es darauf an, zu unterscheiden, ob und inwieweit das digitale Geld nur ein technisch anderes Abwicklungsverfahren für Zahlungsvorgänge darstellt oder dem Geld tatsächlich einen neuen Charakter verleiht. Auch der generelle Geldgebrauch soll in Frage gestellt werden.

Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf den rechtlichen Rahmen der Geldausgabe und die Interdependenz zwischen Technologie und Regulierungen zu richten, um zu verdeutlichen dass die technischen Voraussetzungen des digitalen Geldes auch die rechtlichen Rahmenbedingungen der Geldausgabe tangieren. In diesem Zusammenhang ist die Rolle des Staates bei der Evolution der Zahlungsmittel von besonderem Interesse. Es ist zu fragen, inwieweit der Staat in der Lage ist, als unsicherheitsreduzierende Institution zu fungieren, und ob er in den Marktmechanismus eingreifen kann und soll oder ob das Geldwesen und die Entwicklung neuer Zahlungsmittel auch marktlichen Prinzipien überlassen werden kann. Im derzeit existierenden Zentralbanksystem nimmt der Staat eine beherrschende Rolle in der Organisation des Geldwesens und des Zahlungssystems ein. Dem sollen alternative wettbewerblich organisierte monetäre Systeme gegenübergestellt werden, in denen digitales Geld die Geldfunktionen übernimmt.


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